Schicke Fotos und morgendliches Strandabenteuer

3. Januar 2013 Neuseeland

Schicke Fotos und die Kraft des Wassers

Neuseeland Robin sind sehr Neugierig und können sehr nahe kommen

Neuseeland Robin sind sehr Neugierig. Hier inspiziert ein Mänchen mein Teleobjektiv

Wenn mich jemand fragt, womit ich die schönen Bilder gemacht habe zeige ich gerne meine schicke Kamera, die ich mir vor meiner Reise gekauft habe. Eine Nikon D90 mit einem 150-500mm Tele. Aber das ist nicht das ganze Geheimnis.
Folgendes Erfolgsrezept gehört dazu: man nehme eine Kamaraausrüstung, versenke  sie  samt Fototasche im Bach, lasse das ganze ca. 4, 5,6 Sekunden ziehen und gieße anschließend das Wasser (geht allerdings nur mit Süßwasser) aus den Objektiven und Gehäuse. Bei mir waren es ungefähr 0,3 Liter. Dann lege man alles zusammen 3 Tage bei knallem Sonnenschein schön auf die Autohutablage und fährt durch die

Mit Ruhe und Geduld können NZ Robin sehr nahe kommen

Mit Ruhe und Geduld können NZ Robin sehr nahe kommen

Gegend. Ach ja, ein bisschen wimmern, aber besser ist es der Kamara und den Objektiven gute Energien schicken. Ich gebe zu, sie hat kleine Macken, aber grundsätzlich funktioniert sie wieder.
Passiert ist das ganze, als ich eine Bachwanderung machte um Wasservögel zu beobachten und mir dabei ein dicker Aal begegnete. Kurzerhand entschied ich mich den Aal genauer anzuschauen und ihn vielleicht mit der Hand zu fangen. Aber denkste, die Tasche rollte in den Bach und der Aal war futsch.
Ein paar Tage später haben Luki und ich doch noch einen gefangen. Dieses Mal nicht mit der Fototasche, sondern mit einer schwarzen Plastiktüte.

Morgendliches Strandabenteuer

Meine zweite große Wasseraktion hatte ich, als ich beinahe meinen schönen Benz in der Tasmanischen See versenkte.
Hier in NZ ist es möglich einige Strände mit dem Auto zu befahren. Der längste Strand hat über 90 km. Allerdings muss man einen Allrad haben und gut auf Ebbe und Flut achten. Allrad habe ich keinen, gucken, dachte ich, kann ich. Bei einem kleinen Dorf fand ich einen wunderschönen Strand, der mit Straßenautos zu befahren war. Ich wollte Seevögel beobachten, am Strand schlafen und morgens in der Brandung surfen. Es kam dann doch anders.

Wunderschöne, weite und einsame Strände

Wunderschöne, weite und einsame Strände

Gegen Abend suchte ich mir in den Dünen einen schönen Schlafplatz und parkte den Wagen an der oberen Flutmarke. Weiter ging es nicht, da der Sand zu soft wurde. Ich dachte mir: das wird schon passen. Aber es passte nicht. In der Nacht kam die Flut. Im Sternenlicht konnte ich die Schaumzungen sehen, die sich immer weiter den Strand hoch züngelten aber schön brav vor meinem Wagen stoppten. Das war das letzte, was ich sah, dann schlief ich ein.

Am frühen Morgen wachte ich durch Motorengeräusch auf. An meinem Wagen stand IMG_4507jemand und schaute durch die Scheiben. In meinem Morgennebel dachte ich mir, da will einer einbrechen. Dem war aber nicht so, es war eine Lady, die sich wunderte warum am Strand einsam ein Wagen rumsteht. Als sie wegfuhr und ich meine Brille aufsetzte wunderte ich mich auch. Mein Wagen stand merkwürdig schief. Als ich runter ging sah ich das Malheur. Benzi war bis zur Türschelle  eingegraben, von den Rädern schaute nur ein Drittel raus. Zum Glück bekam ich noch die Tür auf. Wie ich drin saß musste ich einfach nur schmunzeln, eingegraben, ich sitze fest.
Kurz darauf kam die Lady wieder zurück und fragte ob sie mir helfen könnte. Ich wollte es aber erst einmal selbst probieren, ich habe mich da reingeritten und wollte mich auch wieder rausreiten. Sie meinte viele Touristen hätten hier schon ihren Wagen verloren. Das Eingraben wäre das kleinere Problem, Sand und Salzwasser machen in kürzester Zeit einen Motor

Albatrosse die königlichen der Meere

Albatrosse die königlichen der Meere

kaputt. Jetzt wurde mir bange, machte den Motorraum auf, überall fingerdicker Sand, der Auspuff  halb voll Sand und Salzwasser. Die Brandung ist tatsächlich über das ganze Auto gegangen. Dann wollte ich es wissen, setzte mich rein, den Schlüssel ins Zündschloss und redete mit Benzi: „Alter, das kannst du jetzt nicht bringen, komm starte“. Drehte den Schlüssel rum und…… Benzi sprang an. Da war die Lady platt. Ich auch. Sie meinte sie könnte in einer Stunde mit Hilfe da sein, denn in drei Stunden kommt die nächste Flut. Jetzt ging es ans Buddeln was das Zeug hielt. Mit dem Wagenheber aufbocken, Schwemmholz unter die Reifen und die Fahrspur freimachen.  Gerade als ich fertig wurde und meine Konstruktion ausprobieren wollte, kam Hilfe. Verwundert drehten die Kiwis eine Runde um den Tatort und schauten ins Wageninnere. Sie meinten sowas hätten sie noch nicht gesehen. So tief eingebuddelt, der Innenraum trocken und springt noch an. Kommentar: Good German Car!
Ratzfatz war der Benz draußen. Einen großen Dank an die freundlichen Kiwis. Das erste was ich machte war den Wagen gründlich waschen. Zwei mal durch die Waschstraße und einmal porentiefe Reinigung mit dem Kärcher.

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. Both comments and pings are currently closed.

  • Reisen

  • Vogelsprache-Bibliothek

  • Archiv